FRITZ!OS 8.50: Alle Neuerungen und welche FRITZ!Boxen das Update erhalten
Mit FRITZ!OS 8.50 erweitert FRITZ! die Funktionen seiner Router und weiterer Netzwerkgeräte. Das Update bringt unter anderem DNS-Filter für unerwünschte Internetadressen, eine automatische Priorisierung zeitkritischer Anwendungen und neue Möglichkeiten für das Smart Home. Auch die MyFRITZ!App und kompatible FRITZ!Fon-Telefone erhalten zusätzliche Funktionen.
Der Rollout startete am 29. September 2026 zunächst mit der FRITZ!Box 7690. Inzwischen ist FRITZ!OS 8.50 laut Hersteller auch für die FRITZ!Box 5690 und die FRITZ!Box 5630 verfügbar. Weitere Modelle sollen folgen. Ob die Aktualisierung bereits für Ihr Gerät bereitsteht, hängt vom Modell und gegebenenfalls vom Internetanbieter ab.
Was ist neu in FRITZ!OS 8.50?
FRITZ!OS ist das Betriebssystem der FRITZ!Box. Es steuert unter anderem die Internetverbindung, das WLAN, das Heimnetzwerk und die Telefonie. Mit Version 8.50 kommen Funktionen hinzu, die den Netzwerkbetrieb sicherer und den Umgang mit dem Router komfortabler machen sollen.
DNS-Filter: Unerwünschte Webseiten blockieren
Eine der wichtigsten Neuerungen sind die DNS-Filter. Damit kann eine unterstützte FRITZ!Box den Zugriff auf bestimmte Internetadressen blockieren. Dafür lassen sich Filterlisten verwenden, die beispielsweise bekannte Phishing-Seiten, Schadsoftware-Domains oder bestimmte Tracking-Adressen enthalten.
Das betrifft nicht nur einen einzelnen Computer. Wird der DNS-Dienst der FRITZ!Box von den Geräten im Heimnetz verwendet, kann die Filterung auch Smartphones, Tablets und andere verbundene Geräte erfassen.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Sie richten eine geeignete Sperrliste ein. Versucht anschließend ein Gerät, eine darin enthaltene Domain aufzurufen, kann die FRITZ!Box die zugehörige DNS-Anfrage blockieren.
Die Funktion ist allerdings kein vollständiger Ersatz für einen Werbeblocker oder einen Virenschutz. Werbung, die von derselben Domain wie der eigentliche Inhalt stammt, lässt sich damit nicht zuverlässig herausfiltern. Auch schützt ein DNS-Filter nicht vor jeder Art von Betrug oder Schadsoftware.
Automatische Priorisierung für Videokonferenzen und Online-Spiele
Wenn mehrere Personen gleichzeitig das Internet nutzen, kann die Verbindung bei hoher Auslastung ins Stocken geraten. Das macht sich beispielsweise bei Videokonferenzen bemerkbar, wenn Bild und Ton ruckeln, während parallel große Dateien heruntergeladen werden.
FRITZ!OS 8.50 erweitert die Priorisierung des Datenverkehrs durch eine automatische Erkennung zeitkritischer Anwendungen. Dazu gehören beispielsweise Videoanrufe und Online-Gaming. Solche Datenströme können bevorzugt behandelt werden, ohne dass Sie jede Anwendung manuell einer Prioritätsklasse zuordnen müssen.
Die Funktion ist besonders interessant für Haushalte, in denen mehrere Personen gleichzeitig arbeiten, spielen oder Videokonferenzen führen.
Eine langsamere Internetleitung wird dadurch allerdings nicht schneller. Die Priorisierung verteilt die verfügbare Bandbreite lediglich sinnvoller, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig um Netzwerkressourcen konkurrieren.
Smart Check in der MyFRITZ!App
Mit dem neuen Smart Check erhält die MyFRITZ!App eine Übersicht über den Zustand der FRITZ!Box und des Heimnetzwerks. Die Funktion zeigt Informationen an und gibt Hinweise, wenn bei bestimmten Netzwerkbereichen Handlungsbedarf besteht.
Berücksichtigt werden unter anderem Internetverbindung, WLAN, LAN, Telefonie, USB, Smart Home und Sicherheitsfunktionen. Die App kann beispielsweise auf eine fehlende Mesh-Verbindung hinweisen oder Empfehlungen für die weitere Überprüfung geben.
Das ist hilfreich, wenn die Verbindung grundsätzlich funktioniert, einzelne Geräte aber Schwierigkeiten bereiten. Statt sämtliche Einstellungen selbst durchsuchen zu müssen, erhalten Sie einen ersten Überblick über mögliche Ursachen.
Der Smart Check ersetzt keine vollständige technische Diagnose. Bei komplexeren Problemen können weitere Prüfungen erforderlich sein. Für die Nutzung benötigen Sie außerdem eine kompatible Version der MyFRITZ!App.
FRITZ! Failsafe: Ausfallsicherung über Mobilfunk
FRITZ!OS 8.50 erweitert die Möglichkeiten von FRITZ! Failsafe bei geeigneten FRITZ!Box-Modellen mit Mobilfunkunterstützung.
Die Ausfallsicherung ermöglicht es, bei einem Ausfall der regulären Internetverbindung auf eine Mobilfunkverbindung umzuschalten. Damit kann die Internetversorgung beispielsweise dann aufrechterhalten werden, wenn eine Verbindung über ein externes Modem ausfällt.
Das kann im Homeoffice sinnvoll sein, wenn Sie auf eine möglichst zuverlässige Verbindung angewiesen sind. Voraussetzung ist ein kompatibles Gerät, eine passende Konfiguration und ein verfügbarer Mobilfunkzugang.
Eine absolut unterbrechungsfreie Verbindung ist damit nicht garantiert. Je nach Anschluss und Umschaltvorgang können kurze Unterbrechungen auftreten.
Neue Funktionen für das Smart Home
Auch Besitzer kompatibler FRITZ!-Smart-Home-Geräte profitieren von den Erweiterungen. Vor allem bei automatisierten Abläufen gibt es neue Möglichkeiten.
Steckdosen können bei Überlast abschalten
Die smarten Steckdosen FRITZ!Smart Energy 200 und FRITZ!Smart Energy 210 erhalten eine zusätzliche Schutzfunktion. Neben der bereits verfügbaren Abschaltung bei geringer Leistungsaufnahme kann die Steckdose nun auch auf eine Überschreitung eines festgelegten Leistungswerts reagieren.
Wird der eingestellte Wert für die definierte Dauer überschritten, kann sich die Steckdose automatisch abschalten.
Das kann helfen, auf eine ungewöhnlich hohe Leistungsaufnahme eines angeschlossenen Geräts zu reagieren. Die Funktion ersetzt jedoch keine vorgeschriebenen elektrischen Schutzvorrichtungen und sollte nicht als alleiniger Schutz vor elektrischen Gefahren betrachtet werden.
Smart-Home-Routinen mit mehreren Auslösern
Mit FRITZ!OS 8.50 lassen sich bei unterstützten Smart-Home-Routinen mehrere Auslöser miteinander kombinieren. Zusätzlich stehen vordefinierte Routinen für typische Situationen zur Verfügung, etwa zum Verlassen des Hauses, zur Rückkehr oder für den Urlaub.
Auch die Nutzung von Standortzonen wird erweitert. In Verbindung mit der FRITZ!App Smart Home können bestimmte Abläufe beispielsweise dann ausgelöst werden, wenn das letzte Gerät die eingerichtete Zone „Zuhause“ verlassen hat.
So lassen sich wiederkehrende Aufgaben automatisieren, ohne jede Aktion einzeln starten zu müssen. Welche Kombinationen möglich sind, hängt von den verwendeten Geräten und der jeweiligen App-Version ab.
Matter-Bridge für die FRITZ!Box 5690 Pro
FRITZ! hat außerdem eine Matter-Bridge-Funktion für die FRITZ!Box 5690 Pro angekündigt. Damit sollen geeignete FRITZ!-Smart-Home-Geräte und kompatible Geräte anderer Hersteller in bestehende Matter-Netzwerke eingebunden werden können.
Matter ist ein herstellerübergreifender Standard für Smart-Home-Geräte. Unterstützte Geräte lassen sich damit über kompatible Plattformen gemeinsam steuern, beispielsweise über Apple Home, Google Home oder Amazon Alexa.
Dabei ist zwischen einer angekündigten Funktion und einer tatsächlich verfügbaren Firmware zu unterscheiden. Prüfen Sie deshalb die Update-Informationen der FRITZ!Box 5690 Pro, bevor Sie davon ausgehen, dass die Matter-Bridge auf Ihrem Gerät bereits einsatzbereit ist.
Einfachere Bedienung für FRITZ!Fon
FRITZ!OS 8.50 erweitert auch die Telefoniefunktionen für kompatible FRITZ!Fon-Geräte.
Mit dem neuen einfachen Modus wird die Menüführung auf zentrale Telefoniefunktionen reduziert. Das kann die Bedienung erleichtern, wenn nur wenige Funktionen regelmäßig benötigt werden.
Zusätzlich gibt es einen SOS-Ruf. Dabei können bis zu vier Notfallkontakte hinterlegt werden, die im Bedarfsfall nacheinander angerufen werden. Die Dauer und Wiederholung der Anrufsequenzen lassen sich konfigurieren.
Das kann beispielsweise für Menschen hilfreich sein, die ihr Telefon möglichst unkompliziert bedienen möchten. Voraussetzung ist ein kompatibles FRITZ!Fon in Verbindung mit einer unterstützten FRITZ!Box.
Weitere Verbesserungen im Überblick
Neben den größeren Neuerungen enthält FRITZ!OS 8.50 weitere Verbesserungen an Bedienung, Verwaltung und Sicherheit.
Der Assistent für den Wechsel auf eine neue FRITZ!Box wurde überarbeitet. Nicht mehr benötigte Geräte können vor der Übertragung von Einstellungen entfernt werden. Zusätzliche Hinweise sollen den Wechsel erleichtern.
Für den lokalen Zugriff ist außerdem die Adresse fritzbox.local vorgesehen. Sie kann den Aufruf der Benutzeroberfläche im Heimnetz vereinfachen, sofern die verwendeten Geräte und Netzwerkeinstellungen dies unterstützen.
Auch die Kindersicherung erhält ergänzende Informationen. Ereignismeldungen können Hinweise auf das Gerät enthalten, das eine blockierte IP-Adresse aufgerufen hat. Beim Einrichten von Portfreigaben kann die FRITZ!Box außerdem vor bestimmten potenziell unsicheren Ports warnen.
Welche Einzelheiten auf Ihrem Gerät verfügbar sind, hängt vom Modell und der installierten Firmware ab.
Welche FRITZ!Boxen haben FRITZ!OS 8.50 bereits?
Zum 21. Oktober 2026 führt FRITZ! folgende FRITZ!Box-Modelle als bereits mit FRITZ!OS 8.50 versorgt beziehungsweise für das Update freigegeben auf:
| Modell | Update-Status |
|---|---|
| FRITZ!Box 7690 | FRITZ!OS 8.50 verfügbar |
| FRITZ!Box 5690 | FRITZ!OS 8.50 verfügbar |
| FRITZ!Box 5630 | FRITZ!OS 8.50 verfügbar |
Der Rollout erfolgt schrittweise. Dass das Update für ein Modell grundsätzlich bereitsteht, bedeutet daher nicht zwingend, dass es bereits auf jedem einzelnen Gerät angeboten wird.
Bei einer vom Internetanbieter bereitgestellten FRITZ!Box kann die Aktualisierung außerdem durch den Anbieter gesteuert werden. In diesem Fall sollten Sie sich an dessen Update-Informationen orientieren.
Für welche FRITZ!Boxen soll das Update noch kommen?
FRITZ! hat angekündigt, FRITZ!OS 8.50 in den folgenden Wochen auf weitere aktuelle FRITZ!Box- und FRITZ!Repeater-Modelle auszurollen. Eine vollständige Liste mit verbindlichen Veröffentlichungsterminen für sämtliche Geräte liegt derzeit nicht vor.
Weitere Modelle wurden bereits im FRITZ! Labor mit Vorabversionen getestet. Dazu gehören unter anderem die FRITZ!Box 7590 AX, die FRITZ!Box 7590 und verschiedene Kabel- und Glasfasermodelle.
Eine Laborversion ist allerdings nicht mit der endgültigen Freigabe der regulären Software gleichzusetzen. Aus der Teilnahme am Labor lässt sich deshalb kein verbindlicher Termin für das fertige Update ableiten.
Wenn Ihre FRITZ!Box noch nicht in der Liste der Geräte mit verfügbarer Version auftaucht, lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die offiziellen Update-Informationen. Gerade bei älteren Geräten und Provider-Modellen sollte die Freigabe für das konkrete Gerät geprüft werden.
So prüfen Sie, ob FRITZ!OS 8.50 verfügbar ist
Sie können direkt in der Benutzeroberfläche nachsehen, ob das Update für Ihre FRITZ!Box angeboten wird.
- Öffnen Sie im Browser die Adresse
fritz.box. - Melden Sie sich an der Benutzeroberfläche an.
- Öffnen Sie System und danach Update.
- Klicken Sie auf Neues FRITZ!OS suchen.
- Wird FRITZ!OS 8.50 angeboten, folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.
Vor größeren Änderungen an der Routerkonfiguration ist eine Sicherung der Einstellungen sinnvoll. Unterbrechen Sie den Update-Vorgang nicht und trennen Sie die FRITZ!Box während der Installation nicht vom Strom.
Wenn der Update-Bereich nicht vorhanden ist oder sich die Aktualisierung nicht selbst starten lässt, wurde das Gerät möglicherweise vom Internetanbieter verwaltet. In diesem Fall wird das Update in der Regel durch den Anbieter bereitgestellt.
Lohnt sich FRITZ!OS 8.50?
Die Neuerungen sind besonders interessant, wenn Sie unerwünschte Internetadressen filtern, zeitkritische Anwendungen bevorzugen oder Ihr Smart Home umfangreicher automatisieren möchten. Auch der Smart Check kann bei der Fehlersuche im Heimnetz helfen.
Nicht jede Funktion ist für jeden Haushalt gleich wichtig. Wer keine kompatiblen Smart-Home-Geräte oder kein FRITZ!Fon verwendet, wird manche Erweiterungen kaum bemerken. Die Verbesserungen bei Sicherheit, Verwaltung und Stabilität können dennoch relevant sein.
Installieren Sie nach Möglichkeit die reguläre, für Ihr Modell freigegebene Version. Wenn FRITZ!OS 8.50 noch nicht angeboten wird, sollten Sie nicht allein wegen neuer Funktionen eine Laborversion auf einem produktiv genutzten Router installieren.
Fazit: FRITZ!OS 8.50 bringt mehr Kontrolle über das Heimnetz
FRITZ!OS 8.50 erweitert die FRITZ!Box um Funktionen, die im Alltag einen konkreten Nutzen haben können. DNS-Filter bieten zusätzliche Möglichkeiten, unerwünschte Internetadressen zu blockieren. Die automatische Priorisierung kann Videokonferenzen und Online-Spiele bei hoher Netzwerkauslastung unterstützen. Mit dem Smart Check kommen praktische Diagnosehinweise hinzu, und bei kompatiblen Smart-Home-Geräten lassen sich mehr Abläufe automatisieren.
Ob sich das Update für Sie besonders bemerkbar macht, hängt von Ihrer Ausstattung ab. Für manche Nutzer sind die DNS-Filter und die Netzwerkdiagnose interessant, andere profitieren eher von den neuen Smart-Home- oder Telefoniefunktionen.
Zum 21. Oktober 2026 ist FRITZ!OS 8.50 für die FRITZ!Box 7690, 5690 und 5630 verfügbar. Weitere aktuelle Modelle sollen folgen. Prüfen Sie daher die Update-Seite Ihrer FRITZ!Box regelmäßig und installieren Sie die Version, sobald sie für Ihr konkretes Gerät freigegeben ist.

Mein Name ist Tim Platen und als Gründer und Inhaber von TP-Solution unterstütze ich meine Kunden mit meiner langjährigen Erfahrung im IT-Bereich. Seit über 15 Jahren bin ich beruflich in der IT tätig, insbesondere im technischen Support und bei der Lösung alltäglicher IT-Probleme.


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