KI-Workshops für Senioren in Dorsten: Künstliche Intelligenz verständlich erklärt
Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema für IT-Experten, Entwickler oder große Unternehmen. ChatGPT, Bildgeneratoren und andere KI-Anwendungen sind inzwischen auch im Alltag angekommen. Trotzdem ist der Einstieg für viele Menschen nicht ganz einfach. Was kann KI eigentlich? Wie funktioniert das Ganze? Und vor allem: Was kann ich damit selbst anfangen?
Genau diesen Fragen widmet sich aktuell ein Projekt des Seniorenbeirates Dorsten. Unter dem Namen „Digital in die Zukunft – engagiert mit Künstlicher Intelligenz“ werden in Dorsten mehrere kostenlose Workshops für Seniorinnen und Senioren angeboten. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, wie KI im normalen Alltag sinnvoll eingesetzt werden kann.
KI lernen, ohne IT-Experte sein zu müssen
Wer zum ersten Mal mit ChatGPT oder einer vergleichbaren KI-Anwendung arbeitet, steht schnell vor vielen Fragen. Was muss ich eingeben? Wie bekomme ich eine vernünftige Antwort? Kann ich der Antwort überhaupt vertrauen? Und muss ich für die Nutzung besondere technische Kenntnisse mitbringen?
Bei der Workshop-Reihe in Dorsten soll genau hier angesetzt werden. Die Veranstaltungen richten sich an ältere Menschen und setzen keine Vorkenntnisse voraus. Die einzelnen Workshops können außerdem unabhängig voneinander besucht werden.
Das ist aus meiner Sicht ein sinnvoller Ansatz. Denn gerade bei neuen Technologien entsteht schnell der Eindruck, dass man erst einmal viel lernen muss, bevor man sie überhaupt ausprobieren kann. Bei KI ist das aber nicht unbedingt der Fall. Viele Anwendungen lassen sich bereits mit ganz normalen Fragen und Aufgaben ausprobieren.
Fünf Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Die Veranstaltungsreihe besteht aus insgesamt fünf Terminen. Jeder Workshop beschäftigt sich mit einem anderen Bereich der praktischen KI-Nutzung.
Der erste Termin am 24. August 2026 stand unter dem Titel „KI verstehen und nutzen“. Am 7. September ging es um das Schreiben und Formulieren mit KI. Der nächste Termin findet am 5. Oktober 2026 statt und beschäftigt sich mit dem Thema „Mit KI planen und organisieren“. Anschließend folgen am 2. November „Texte verstehen und Betrug erkennen“ sowie am 14. Dezember eine Praxiswerkstatt, in der eigene Aufgaben mit KI gelöst werden können.
Die Themen zeigen dabei ganz gut, dass es bei der Veranstaltung nicht darum geht, Seniorinnen und Senioren zu Softwareentwicklern zu machen. Stattdessen steht die praktische Nutzung im Vordergrund.
KI kann im Alltag ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen
Viele Menschen denken bei künstlicher Intelligenz zunächst an komplizierte technische Anwendungen. Dabei gibt es längst zahlreiche alltägliche Einsatzmöglichkeiten.
Man kann einer KI beispielsweise eine längere Information geben und sich den Inhalt verständlicher erklären lassen. Auch beim Formulieren eines Briefes, beim Strukturieren einer Reiseplanung oder beim Erstellen einer Einkaufsliste kann eine KI Unterstützung leisten.
Das bedeutet nicht, dass man künftig jede Aufgabe von einer KI erledigen lassen sollte. Vielmehr kann sie dort helfen, wo man selbst Zeit sparen oder einen ersten Ansatz benötigen könnte.
Gerade für Menschen, die mit digitalen Anwendungen bisher wenig Berührung hatten, kann ein persönlicher Workshop dabei deutlich angenehmer sein als der Versuch, sich alles alleine über das Internet beizubringen.
Ein wichtiges Thema: Betrug und falsche Informationen
Besonders interessant finde ich den Workshop am 2. November. Dort geht es unter anderem darum, Texte zu verstehen und Betrug zu erkennen. Das passt zu einer Entwicklung, die auch für ältere Menschen zunehmend relevant ist.
KI kann nämlich nicht nur dabei helfen, Texte zu schreiben oder Informationen aufzubereiten. Die gleiche Technologie kann von Betrügern genutzt werden, um täuschend echte Nachrichten, Bilder oder andere Inhalte zu erstellen.
Gefälschte E-Mails waren schon lange ein Problem. Durch moderne KI können solche Betrugsversuche jedoch teilweise professioneller wirken. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur die positiven Seiten von KI kennenzulernen, sondern auch zu verstehen, wo Vorsicht angebracht ist.
Dass dieser Bereich Bestandteil der Workshop-Reihe ist, finde ich deshalb besonders passend.
Warum solche Angebote wichtig sind
Technische Entwicklungen werden häufig aus Sicht der Menschen betrachtet, die bereits mit ihnen arbeiten. Wer regelmäßig Computer, Smartphones und digitale Dienste nutzt, probiert eine neue KI-Anwendung vielleicht einfach aus.
Für andere Menschen kann die Situation ganz anders aussehen. Eine neue Technologie kann zunächst kompliziert oder sogar etwas einschüchternd wirken. Genau hier können Angebote wie die Dorstener Workshops eine Brücke schaffen.
Der Arbeitskreis Technikbegleiter des Seniorenbeirates unterstützt Seniorinnen und Senioren bereits seit mehreren Jahren dabei, digitale Geräte sicher und selbstständig zu nutzen. Für das neue KI-Projekt konnte über den Kreis Recklinghausen eine Landesförderung in Höhe von 1.000 Euro eingeworben werden.
Das Ziel ist dabei nicht, möglichst viel Technik zu vermitteln. Es geht vielmehr darum, verständlich zu zeigen, was mit den neuen Möglichkeiten tatsächlich angefangen werden kann.
KI muss nicht kompliziert sein
Gerade das ist vielleicht eine der wichtigsten Erkenntnisse beim Thema künstliche Intelligenz. Man muss nicht wissen, wie ein KI-Modell technisch trainiert wird, um es sinnvoll nutzen zu können.
Auch bei einem Smartphone weiß schließlich kaum jemand genau, wie jedes Bauteil oder jede Softwarekomponente funktioniert. Entscheidend ist vielmehr, dass man weiß, welche Möglichkeiten das Gerät bietet und wie man es sinnvoll und sicher verwendet.
Bei KI ist es ähnlich.
Wer beispielsweise einen Text schreiben, eine Information besser verstehen oder eine Aufgabe strukturieren möchte, kann die Technologie als Hilfsmittel einsetzen. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass KI keine Garantie für richtige Antworten liefert und persönliche oder vertrauliche Informationen nicht unüberlegt eingegeben werden sollten.
Ein sinnvoller Schritt für Dorsten
Die Workshop-Reihe zeigt auch, dass Digitalisierung nicht nur in Unternehmen oder Behörden stattfindet. Sie betrifft ganz normale Menschen im Alltag.
Smartphones, Online-Banking, digitale Behördendienste, Videotelefonie und jetzt zunehmend auch künstliche Intelligenz gehören zu einer digitalen Welt, die immer größer wird. Gerade deshalb ist es sinnvoll, Menschen nicht einfach mit neuen Technologien allein zu lassen.
Der Ansatz des Dorstener Seniorenbeirates ist dabei angenehm praktisch: ausprobieren, Fragen stellen und anhand konkreter Beispiele lernen.
Noch bis Dezember gibt es Termine
Wer sich für das Thema interessiert, hat noch mehrere Möglichkeiten, an der Reihe teilzunehmen. Nach dem Workshop am 5. Oktober folgen am 2. November das Thema „Texte verstehen und Betrug erkennen“ und am 14. Dezember die Praxiswerkstatt „Eigene Aufgaben mit KI lösen“. Die Termine finden jeweils montags von 14:00 bis 16:00 Uhr in der Seniorenbegegnungsstätte an der Vehme 1 statt.
Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um vorherige Anmeldung beim Arbeitskreis Technikbegleiter gebeten. Als Kontakt nennt der Veranstalter die E-Mail-Adresse info@technikbegleiter-dorsten.de sowie die Telefonnummer 02362 793659.
Quelle: https://meindorsten.de/digital-in-die-zukunft-engagiert-mit-kuenstlicher-intelligenz/
Fazit
Die KI-Workshops für Senioren in Dorsten sind ein gutes Beispiel dafür, wie Digitalisierung praktisch und ohne unnötige Hürden vermittelt werden kann. Statt einfach vorauszusetzen, dass jeder bereits weiß, wie ChatGPT und andere KI-Anwendungen funktionieren, bekommen Interessierte die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Technik anhand konkreter Alltagssituationen kennenzulernen.
Gerade weil künstliche Intelligenz immer stärker in unseren Alltag einzieht, ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit den Möglichkeiten, aber auch mit den Grenzen auseinanderzusetzen. KI kann beim Schreiben, Planen, Organisieren oder Verstehen von Informationen eine hilfreiche Unterstützung sein. Gleichzeitig sollte man Ergebnisse kritisch prüfen und mit persönlichen Daten vorsichtig umgehen.
Für Dorsten ist die Workshop-Reihe deshalb mehr als nur ein einzelnes Weiterbildungsangebot. Sie zeigt, dass digitale Teilhabe nicht vom Alter abhängen muss und dass neue Technologien verständlich vermittelt werden können.
KI ist längst im Alltag angekommen. Entscheidend ist nicht, alles darüber zu wissen, sondern zu lernen, wie man sie sinnvoll und sicher nutzen kann.

Mein Name ist Tim Platen und als Gründer und Inhaber von TP-Solution unterstütze ich meine Kunden mit meiner langjährigen Erfahrung im IT-Bereich. Seit über 15 Jahren bin ich beruflich in der IT tätig, insbesondere im technischen Support und bei der Lösung alltäglicher IT-Probleme.


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